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Lombok: 05.06 - 10.06


Nachdem ich drei ereignisreiche Wochen im schönen Deutschland verbracht habe, ging es für mich zurück nach Indonesien. Mein erster Stopp war auf der idyllischen Insel Lombok. Dort habe ich meinen Freund Andreas getroffen und mit ihm die Insel erkundet. Warum Lombok als neues Surferparadies gehandelt wird und warum sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt, könnt ihr hier lesen.



Lombok - das Bali in 20 Jahren! Das habe ich in den ersten Tagen oft gehört und ich muss sagen, dass ich mir das sogar gut vorstellen kann. Alles ist noch so unberührt und untouristisch und trotzdem hat Lombok diese traumhaften Strände, die sich super zum Surfen eignen. Man kann auf Lombok auch viel auf eigene Faust entdecken und dabei sogar mal kleine abseits gelegene Strände finden, an denen kein einziger Mensch liegt.


Ich habe auf Lombok mitunter die schönsten Strände meines gesamten Asientrips entdeckt. Wir waren die fünf Nächte in Kuta untergebracht und haben deshalb auch nur die Strände im Süden Lomboks mit dem Roller erkundet. Mein Highlight war dabei der Selong Belanak Beach, der richtig schön weitläufig, flach abfallend und strahlend weiß war. Das Wasser war Türkis und der Strand war überhaupt nicht überlaufen. 



Ich muss aber dazu sagen, dass wir in der Zeit des Ramadan auf Lombok waren und es deshalb touristisch vielleicht auch noch etwas ruhiger war als normal. Der Strand bietet sich mit den kleinen Wellen auch super für Surfanfänger an. Es gibt vor Ort viele Surfschulen und man kann sich auch ein Surfbrett für umgerechnet 3€ am Tag mieten. Die Liegen und Sonnenschirme kosten vor Ort zwischen 3€ und 6€ für zwei Personen und Schirm je nach Art der Liege :) 



Einen Tag sind wir auch zum Tanjung Aan Beach gefahren und haben uns diesen angeschaut. Das Wasser und auch der Strand waren ähnlich traumhaft, aber es gab vor Ort viele Hunde, die einen teilweise sogar das Essen vom Teller geklaut haben, wenn man einen Moment unaufmerksam war. Mir tun die armen Straßenhunde immer leid, deshalb konnte ich es vor Ort nicht ganz so genießen. Die Liegen und Sonnenschirme waren an diesem Strand allerdings überall kostenlos, wenn man sich in den dazugehörigen Restaurants etwas zu essen oder zu trinken gekauft hat. Entlang des Strandes gab es auch überall schöne Strandschaukeln und es gab sogar einen Aussichtsfelsen, auf den man problemlos über eine Steintreppe gelangen konnte. 



Für die erfahrenen Surfer unter euch kann ich den Mawi Beach sehr empfehlen. Die Anfahrt war zwar etwas holprig, aber vor Ort konnte man super surfen oder den Surfern einfach nur zuschauen. Liegen und Sonnenschirme gab es an diesem Strand allerdings nicht, weil er wirklich hauptsächlich zum Surfen genutzt wird :)



Untergebracht waren wir auf Lombok im Tri Putri Homestay. Für einen Preis von 18€ pro Bungalow kann man wirklich nichts sagen. Es war alles sauber und gepflegt, es gab eine Klimaanlage, Handtücher und Frühstück war sogar auch enthalten. Einen Pool mit Liegen und Sonnenschirmen gab es übrigens auch, falls man mal einen Tag einfach auf der faulen Haut liegen will :) 


Kuta ist sonst ein kleiner, ruhiger Ort mit einem Mix aus tradiotionellen und hippen Restaurants und Bars. Wir waren einmal Marrokanisch essen und sonst meistens in den lokalen Restaurants. Das Publikum auf Lombok war ansonsten recht gemischt. Viele Surfer und Backpacker, aber auch viele junge Pärchen. Aufgrund von Ramadan war es aber allgemein etwas ruhiger auf der Insel. 



Was ich euch auf jeden Fall sehr empfehlen kann, falls ihr nach Lombok reisen solltet, ist die Schnorcheltour zu den kleinen Gili Islands im Südwesten von Lombok. Ich habe zwar schon viele Touren dieser Art in Thailand, Kambodscha und Malaysia gemacht, aber keiner war so schön wie dieser. Von Kuta waren es zur Anlegestelle des Bootes ungefähr 1,5 Stunden Fahrt mit dem Auto und von dort ging es dann mit einem kleinen Privatboot zunächst nach Gili Nanggu, Gili Sudak und Gili Kedis. 



Auf Gili Nanggu waren wir gleich zu Beginn Schnorcheln und es war Wahnsinn wie viele schöne und vor allem bunte Fische dort zu sehen waren. Unter Wasser waren sogar richtige Gitter befestigt, an denen sich eine eigene Unterwasserwelt gebildet hat. So etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen. Nach dem Schnorcheln ging es dann mit dem Boot weiter nach Gili Sudak zum Lunch und im Anschluss dann noch auf die kleinste der drei Insel: Gili Kedis. Dort hatten wir noch etwas Zeit zum entspannen bevor es wieder nach Hause ging. 



Für den Tagesausflug zahlt man je nach Veranstalter zwischen 20€ und 50€ pro Person. Vergleichen lohnt sich also! Besonders cool fand ich, dass man auf den Inseln fast allein war und das man sein privates Boot hatte und somit ganz flexibel von Insel zu Insel entscheiden konnte, wie lange man bleiben möchte. Der Trip war wirklich ein Highlight meiner Asienreise und ist wirklich zu empfehlen :)


An den anderen Tagen haben wir mit dem Roller etwas die Insel erkundet und die unterschiedlichen Strände angefahren. Gerade auf Lombok lohnt es sich einen Roller zu mieten, weil man so flexibler ist und viel mehr sehen kann. Die Verkehrsbedingungen vor Ort sind auch super. Es ist nicht zu viel Verkehr und die Straßen sind weitestgehend gut ausgebaut :)



Insgesamt hat es mir auf Lombok aufgrund der tollen Strände und der fast unberührten Natur wirklich gut gefallen. Die Insel bietet sich super zum entspannen an und zeigt Indonesien mal von einer nicht ganz so touristischen Seite. Einen Vulkan kann man vor Ort im Rahmen einer zwei oder drei Tagestour auch besteigen, aber das habe ich innerhalb meines kurzes Aufenthaltes leider nicht geschafft. Ich habe allerdings sehr viel gutes gehört, man soll aber an seine Grenzen kommen bei einer Höhe von 3.700 Metern. 


Liebste Grüße,

Sophia


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