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Bali: 28.03 - 07.04


Obwohl laut Planung Laos nach Kambodscha auf dem Plan stand, hat es mich spontan nach Bali gezogen. Was ich dort alles erlebt habe und warum mich die Insel das erste mal an meine Grenzen gebracht hat, könnt ihr hier lesen.



Was verbindet man mit Bali? Traumhafte Strände, hippe Beachbars, coole Festivals, Klamotten im Hippiestyle und jede Menge braun gebrannte Surfer. So viel kann ich vorab verraten - das habe ich alles gefunden! Doch erstmal zurück an den Anfang. Nachdem ich in Kambodscha die letzten Wochen durch das Festland gereist bin, hat es mich wieder an den Strand gezogen. 


Die ersten beiden Nächte auf Bali habe ich in Seminyak verbracht und mich eigentlich nur entspannt am Beach gewendet und war abends etwas in den Geschäften bummeln. Die darauffolgenden Tage hat es mich nach Canggu gezogen, weil ich die Empfehlung von vielen Backpackern und Freunden bekommen habe. Canggu hat mir auch auf Anhieb gefallen. Super schöne Cafés, hippe Bars und lässige Leute! 



Der Strand in Canggu war ähnlich wie im benachbarten Ort Seminyak fein und weitläufig, aber an den verlasseneren Stellen verschmutzt. Bei den großen Hotelanlagen wurde dieser natürlich regelmäßig gesäubert, aber 100 Meter weiter lag alles am Strand was der Meer sich einst genommen und wieder angespült hatte. So etwas habe ich bisher an noch keinen Strand in dem Maße gesehen wie auf Bali. 


Einen Tag habe ich mir deshalb den Dreamland Beach im Süden von Bali angeschaut und dieser war echt toll. Der Sand war heller und das Meer türkisblau. Der Süden von Bali ist ansonsten vor allen bei den Surfern beliebt, weil es dort die besten Wellen gibt. Von Canggu ist man allerdings gute 1,5 Stunden unterwegs, weil der Verkehr einfach die Hölle ist auf Bali. Es wird gerast, gedrängelt, riskant überholt und ich war immer froh gut am Ziel angekommen zu sein. So eine weite Tour habe ich deshalb auch nur einmal auf mich genommen :) 



Ansonsten war Canggu echt toll! Es gab richtig viele schöne und stylische Cafés, Restaurants und Bars, aber auch viele tolle Boutiquen mit genau der Mode, die ich im Urlaub am liebsten mag: Hippie Styles! Die Preise waren dafür nicht vergleichbar mit den letzten Stopps, die ich in Kambodscha und Thailand gemacht habe. Die Kleidung war nahezu gleich teuer wie in Deutschland, aber dafür war die Qualität auch vergleichbar. In den Restaurants konnte man zwar günstiger essen als in Deutschland, aber im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern war es trotzdem teurer. 


Das Essen auf Bali war insgesamt sehr gut. Man konnte super in den traditionellen Warungs essen, in denen man eine Auswahl von bis zu 20 Speisen hatte und sich wie an einem Buffet alles bunt zusammenstellen konnte. Dort waren wir recht oft essen, weil es typisch indonesische Speisen gab und es auch sehr günstig war. Ansonsten gab es eigentlich von Italienisch, über die mediterrane Küche bis hin zum Griechen alles was das Herz begehrt. Ich habe öfter gehört, dass ein paar Touristen Probleme mit dem Essen auf Bali hatten, aber ich bin zum Glück verschont geblieben :) 



Bali ist außerdem für jede Menge Festivals und ein super Nachtleben bekannt. Wir waren abends oft in der Bar „Old Mens“ direkt am Strand und danach auf der Beachparty direkt am Meer. Die Stimmung war immer sehr ausgelassen und es hat richtig Spaß gemacht direkt am Strand zu tanzen! Einmal war ich auch im Pretty Poison. Die Bar ist Canggu für die Skaterbahn inmitten der Bar bekannt. Auf ein Festival habe ich es leider nicht geschafft in der Zeit auf Bali, aber im Juli werde ich noch einmal nach Indonesien und da steht es fest auf meiner ToDo Liste :) 



Trotz der hippen Beachbars, coolen Festivals, Klamotten im Hippiestyle und jede Menge braun gebrannter Surfer hat mich Bali an meine Grenzen gebracht. Nach einer Woche wurde mir nämlich mein Handy während der Fahrt auf dem Rücksitz eines Rollers aus der Hand geklaut. Ich war gerade dabei den Weg zurück ins Hostel zu navigieren als ein Roller sehr dicht an uns ran fuhr und mir eine Hand mein Handy aus der Hand gerissen hat. Ich habe es mit beiden Händen festgehalten und sogar meinen Nagel im Fight verloren, aber durch den Überraschungsmoment hatte ich keine Chance. Wir haben noch versucht dem Roller zu folgen, aber der Transporter direkt vor uns hat uns nicht vorbei gelassen - vermutlich gehörten sie alle zusammen. 


Passiert ist das ganze gegen Einbruch der Dunkelheit auf dem Weg von Legian nach Canggu. Einem Viertel, das eigentlich nicht für eine hohe Kriminalität bekannt ist. Kuta soll da beispielsweise viel stärker betroffen sein. Im ersten Moment war ich auf jeden Fall unglaublich geschockt. Jemand hat mir mein erst drei Monate altes und über Tausend Euro teures Handy einfach aus der Hand geklaut. Wenn ich jetzt an die Situation denke, wird mir immer noch komisch. Aber insgesamt bin ich einfach froh, dass uns dabei nichts passiert ist. Da das alles während der Fahrt geschehen ist, hätte es auch ganz anders ausgehen können. Materielle Dinge sind zum Glück ersetzbar, auch wenn es ärgerlich ist, weil es dazu auch noch mein Diensthandy war. 


Wie ich danach mitbekommen habe, sind solche Art Übergriffe schon sehr vielen passiert. Allein vier Leuten, mit denen ich danach gesprochen hatte, ist das gleiche mit dem Handy passiert. Vielen wurde auf Bali aber auch die Taschen von vorbeifahrenden Scootern geklaut. Die Roller fahren dann wohl schnell vorbei, schlitzen dabei den Henkel auf und reißen die Tasche mit. 




Natürlich hatte ich auf Bali aber auch ausgesprochen tolle Momente. Ich habe zum Beispiel meinen Freund Felix aus Hamburg auf Bali getroffen und durch Zufall im Pretty Poison meine alte Kommilitonin Tessa aus dem Bachelor Studium. Dank der beiden und der ganzen Unterstützung, konnte ich überhaupt den Kontakt zu meinen Freunden und meiner Familie herstellen und alles für das neue Handy organisieren. An dieser Stelle noch einmal ein riesen Dank an meine Helden aus Bali! Ich habe mir jetzt vorerst für den Rest der Reise ein altes iPhone 6 gekauft und freue mich dann schon auf mein neues Handy in Deutschland.


Mein Highlight auf Bali war die Einladung in das Casa Padma Hotel in Legian. Dort durfte ich mit Felix für zwei Nächte in einer mega coolen Suite wohnen und konnte nach dem Stress einfach mal die Füße hochlegen und die Seele baumeln lassen! Unser Zimmer war super groß und hatte eine schönen Balkon mit Blick auf die Pool Landschaft :)



Der Pool war auch super schön angelegt. Wenn ihr mal auf Bali sein solltet, kann ich euch das Hotel wirklich empfehlen. Es ist alles Mega stylisch und neu gemacht und preislich auch völlig ok.



Das zum Hotel dazugehörige Restaurant ist auch super. Dort haben wir auf Bali insgesamt am besten gegessen. Wir haben hab beide Male von Personal ein Gericht empfehlen lassen und waren begeistert. Der warme Schokokuchen mit Vanilleeis und Karamal war ein absoluter Traum :)



Insgesamt fand ich Bali trotz der Schocks mit dem Handy gut, aber habe auch schon schönere Inseln in Südostasien gesehen. Im Juli werde ich Indonesien noch für einen weiteren Monat bereisen und sicher nochmal auf Bali vorbeischauen. 


Liebste Grüße,

Sophia